Hans Förstl


Emil Kraeplin (1917)

Hundert Jahre Psychiatrie.


(Sehr stark erweiterte Wiedergabe eines Vortrages, der bei der ersten Sitzung der Deutschen Forschungsanstalt für Psychiatrie in München gehalten wurde. Obgleich die Darstellung in erster Linie für Nichtärzte berechnet war, wird sie vielleicht auch dem Fachgenossen willkommen sein. Aus naheliegenden Gründen wurde der Zustand unserer Wissenschaft vor 100 Jahren ausführlicher geschildert, während die spätere Entwicklung nur kurz gestreift werden konnte)

Wer auf mühsamen Pfaden einem fernen Ziele zustrebt, wird gut tun, von Zeit zu Zeit seinen Blick rückwärts zu wenden. Nur zu leicht will der Mut sinken, wenn alle Anstrengung keine bemerkbare Annäherung an das Erstrebte zu bringen scheint, wenn im Gegenteil der Weg immer steiniger und unsicherer wird und ungeahnte Hindernisse das Vorwärts- schreiten unmöglich zu machen drohen. Überblicken wir aber dann die Strecke, die wir bis zu unserem jetzigen Standpunkte‚ zurückgelegt haben, so erkennen wir, daß unser Bemühen doch kein vergebliches gewesen ist, daß wir trotz aller Hemmnisse vorwärts gekommen und so mancher Schwierigkeit Herr geworden sind, an deren Beseitigung wir früher verzagen zu müssen glaubten.
Wenn irgendwo, so ist eine solche rückschauende Betrachtung angezeigt auf dem Gebiete der Psychiatrie. Die Größe der hier unserer Bemühungen harrenden Aufgaben, das undurchdringliche Dunkel, das die feineren Vorgänge in unserem Gehirn und ihre Beziehungen zu den Seelenäußerungen verhüllt, endlich die Unzulänglichkeit der Hilfsmittel, mit denen wir den allerverwickeltsten Fragen gegenüberstehen, müssen auch dem Zuversichtlichsten den Zweifel aufdrängen, ob denn ein nennenswerter Fortschritt unseres psychiatrischen Wissens und Könnens überhaupt möglich sei, und die Zeit liegt noch nicht allzuweit hinter uns, in der so mancher der Besten unseres Faches in dieser oder jener Nachbarwissenschaft sich diejenige Befriedigung des Arbeitens zu holen suchte, die er bei der Seelenheilkunde nicht zu finden vermochte. Und doch darf auch die Psychiatrie mit Stolz auf den Weg zurückblicken, den sie bisher gegangen ist, und daraus das Vertrauen schöpfen, daß die Zukunft ihr weitere Erfolge nicht versagen wird. Ein einziges Jahrhundert hat genügt, Umwälzungen herbeizuführen, die wir den Leistungen auf anderen Gebieten der ärztlichen Wissenschaft vollberechtigt an die Seite stellen dürfen.

Die Lage der Geisteskranken war um die Wende des 18. Jahrhunderts fast überall in Europa eine entsetzliche. Ohne Zweifel fielen sie in großer Zahl als Taugenichtse, Landstreicher und Verbrecher der strafenden Gerechtigkeit in die Hände, die mit ihnen keineswegs glimpflich zu verfahren pflegte. Andere fristeten als Bettler oder harmlose Narren ein kümmerliches Dasein durch die Mildtätigkeit ihrer Mitmenschen. Erregte, lästige oder gefährliche Kranke wurden gebändigt und verwahrt in einem Kämmerchen oder Stall des eigenen Hauses, in „Tollkisten“, Käfigen oder irgendeinem Gewahrsam, der sie abzusperren und unschädlich zu machen geeignet schien. Nur einzelne fanden in Spitälern Aufnahme, Pflege und eine gewisse ärztliche Fürsorge, so namentlich im Juliusspitale zu Würzburg. Viele gingen wegen mangelnder Aufsicht durch Selbstmord oder Unglücksfälle zugrunde oder richteten schweres Unheil an‚ was dann ihre erbitterte und geängstigte Umgebung zu den schärfsten Gegenmaßregeln veranlaßte.
Eigentliche Irrenanstalten gab es zu jener Zeit bei uns in Deutschland noch nicht, nur Abteilungen in Armen-, Zucht-, Waisen-, Arbeits- oder Siechenhäusern, in denen störende Geisteskranke untergebracht wurden. ‚‚Wir sperren diese unglücklichen Geschöpfe gleich Verbrechern in Tollkoben,“ ruft Reil 1803 aus, „ausgestorbene Gefängnisse, neben den Schlupflöchern der Eulen in öde Klüfte über den Stadttoren oder in die feuchten Kellergeschosse der Zuchthäuser ein, wohin nie ein mitleidiger Blick des Menschenfreundes dringt, und lassen sie daselbst, angeschmiedet, an Ketten, in ihrem eigenen Unrat verfaulen. Ihre Fesseln haben ihr Fleisch bis auf die Knochen aufgerieben, und ihre hohlen und bleichen Gesichter harren des nahen Grabes, das ihren Jammer und unsere Schande zudeckt.“ Die Zustände in diesen Irrenkerkern werden die Zeitgenossen nicht müde, in den abschreckendsten Farben zu schildern. Der ungenannte Übersetzer des Chiarugischen Werkes klagt schon 1795: „Es muß gewiß für jeden Menschenfreund einer der schauderhaftesten Anblicke sein, wenn man in sehr vielen Irrenhäusern die unglücklichen Opfer dieser schrecklichen Krankheit in finstern, feuchten Löchern, wo die frische Luft nie hineingebracht werden kann, auf unreinem, selten gewechseltem Stroh, mitten in ihrem eigenen Kote, und mit Ketten gefesselt, oft ganz nackend liegen sieht. In solchen Wohnungen des Schreckens könnte der Vernünftigste wohl eher wahnsinnig, als ein Wahnsinniger wieder zur Vernunft gebracht werden.“ Er fügt hinzu, daß von 9 Wahnsinnigen eines von ihm besuchten „sogenannten“ Irrenhauses in einem Sommer 5 gestorben seien. Ähnlich berichtet Esquirol in Paris 1818 an den Minister des Innern: „Ich sah die Kranken nackt, mit Lumpen bedeckt, nur noch Stroh habend, um sich gegen die Kälte und Feuchtigkeit der Witterung zu schützen; ich sah, wie sie auf eine gemeine Weise ernährt wurden, der Luft beraubt, um zu atmen, des Wassers, um den Durst zu stillen, und der nötigen Dinge zum Leben. Ich sah sie wahrhaften Kerkermeistern überlassen und ihrer brutalen Wachsamkeit übergeben. Ich sah sie in engen, schmutzigen, feuchten Buchten, die ohne Licht und Luft waren, angekettet, wo man sich schämen würde, die wilden Tiere, die die Regierung in großen Städten mit großen Kosten unterhält, einzusperren. So sah ich es fast überall in Frankreich, und so werden die Geisteskranken fast überall in Europa behandelt.“
„Ja, es ist schreckbar,“ erklärt Frank 1804, „wenn man sich solch einem Orte des Unglücks und des Jammers nähert! Wenn man einem aus Jauchzen und Geheule der Verzweiflung zusammengesetzten Gebrülle entgegengeht, und dann bedenket, daß da Menschen beisammen wohnen, die sich ehmals durch Talente und Empfindsamkeit ausgezeichnet haben. Es ist entsetzlich, wenn man sich in den Ort selbsten begibt, und sich von  diesen mit Schmutz und Lumpen bedeckten Unglücklichen bestürmen sieht, währenddem andere nur durch Ketten und Bande oder Rippenstöße der Aufwärter abgehalten werden, ein Ähnliches zu tun.“ Im gleichen Jahre berichtet Höck: „Die ganz Rasenden werden in dem Irrenhause zu Berlin, jeder allein, solange die unsinnige Wut anhält, unbekleidet in enge Behältnisse oder Kasten eingesperrt, wo man ihnen durch Löcher Speise und Trank in kupfernen, an Ketten festgemachten Becken zurichtet.“ Er befürwortet daher die Verlegung der Tollhäuser an einen einsamen, abgelegenen Ort, da das Schreien und Lärmen der rasenden Leute jedem gesitteten Menschen zur Last falle und die ganze Nachbarschaft beunruhige. Da die stumpfen und blöden oder verwirrten Kranken alles über sich ergehen ließen, was man über sie verhängte, entstand die verbreitete, schon von Tuke bekämpfte Meinung, daß sie gegen Hunger, Kälte und Verwundungen unempfindlich seien, wenn auch äußerste Abmagerung, erfrorene Glieder und zahlreiche Todesfälle durch Verletzungen das Gegenteil zeigten. Man nahm daher die Leiden der Kranken als selbstverständlich und unabänderlich hin, ohne sich über die volle Größe des Jammers Rechenschaft zu geben.
Die geschilderten Zustände erhielten sich stellenweise bis weit in das 19. Jahrhundert hinein. Noch 1842 wurden bei einer Untersuchung der Unterkunftsverhältnisse in Holland Kranke gefunden, „die nackt auf schmutzigem Stroh in verpesteter Luft, nicht selten mit Ketten gefesselt, unter einer Decke lagen, viele ohne genügende Nahrung, Männer und Frauen durcheinander und einige, die allem Anschein nach seit lange nicht das Tageslicht gesehen hatten“. Im Jahre 1843 aber entwirft Mahir folgende Schilderung des heute noch stehenden Wiener „Narrenturmes“ (Bild 25), eines kreisrunden, 5 Stock hohen Gebäudes, das in 139 „Löchern“ 200—250 Geisteskranke eingesperrt enthalte.



(viele Seiten später) ... ist, bildet auch die Beschaffung der für eine selbständige Ausgestaltung der Forschungsanstalt erforderlichen, sehr bedeutenden Mittel noch eine Frage der Zukunft. Wir glauben ihrer Lösung zuversichtlichen Mutes entgegensehen zu dürfen. Die Kosten, die unsere heutige Irrenfürsorge verschlingt, sind so ungemein hohe, daß alle Bestrebungen, die deren Verminderung möglich erscheinen lassen, unbedingt allseitige Unterstützung finden müssen. Nach einer Aufstellung, deren Grundzahlen ich Vocke verdanke, würde der Betrieb einer groß angelegten Forschungsanstalt mit einem Jahresbedarf von 200 000 Mark nur etwa 1/10 % der Jahressumme von 200 Millionen erfordern, die in Deutschland für das Anstaltswesen ausgegeben wird. Gelänge es daher den Arbeiten der Forschungsanstalt nur, von je 1000 Krankheitsfällen einen einzigen zu verhüten oder von 1000 Anstaltsinsassen jährlich einen einzigen so weit zu fördern, daß er dem Leben in der Freiheit zurückgegeben werden könnte, so wäre der Aufwand für die wissenschaftliche Arbeit schon gedeckt. Sollte sich das deutsche Volk derartigen Erwägungen verschließen können? Mir scheint, wir dürfen uns hier auf die Worte berufen, mit denen Müller 1824 die Zweifel zurückweist, daß die Besserung der Lage der Irren an der Unmöglichkeit scheitern könnte, dafür Mittel herbeizuschaffen. "Es leben ja in der Gotteswelt", sagt er, "noch so viele ehe- und kinderlose Menschen, in deren Kisten reichlicher Segen des Himmels ruht, bei denen der Wohltätigkeitssinn nicht erstorben ist. sondern nur schlummert, geweckt und zum schönen, heiligen Zwecke geleitet werden muß. Und welcher Zweck könnte wohl heiliger sein, als der, für seinen an einem Gebrechen leidenden Mitbruder zu sorgen, welches in der Menschheit selbst gegründet ist, dem wir also alle mehr als jedem anderen offen liegen, und das wir weder durch Verstand noch durch Rang und Vermögen abhalten könnten?"


Geschichtliche Darstellungen.
1.    Bumm, Zur Geschichte der panoptischen Irrenanstalten. 1896.
2.    Damerow, Allgem. Zeitschr. f. Psych. 1, 1. 1844. (Überblick über den Stand des Irrenwesens in allen Ländern der Erde.)
3.    Friedreich, Versuch einer Literärgeschichte der Pathologie und Therapie der psychischen Krankheiten von den ältesten Zeiten bis zum 19. Jahrhundert. 1830.
4.    - Historisch-ritische Darstellung der Theorien über das Wesen und den Sitz der psychischen Krankheiten. 1836.
5.    Gaupp, Die Entwicklung der Psychiatrie im 19. Jahrhundert. Zeitschr. f. pädag. Psychologie und Pathol. 2. 1900.
6.    Häser, Lehrbuch der Geschichte der Medizin und der epidemischen Krankheiten.
7.    Hirsch, Geschichte der medizinischen Wissenschaften in Deutschland 623. 1803.
8.    Isensee, Geschichte der Medizin 4, 1211, 1845.
9.    Kirchhoff, Grundriß einer Geschichte der deutschen Irrenpflege. 1890.
10.    - Geschichte der Psychiatrie in Aschaffenburgs Handbuch der Psychiatrie. 1912. (Hier weitere Literaturangaben.)
11.    Kraus, Die Irrenbehandlung und Irrenpflege vor 50 Jahren in Bayern und deren Fortschritte bis in die Gegenwart. 1988.
12.    Lähr, Gedenktage der Psychiatrie aller Länder. 1885.
13.    - Zur Geschichte der Psychiatrie in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Allgem. Zeitschr. f. Psych. 44, 294, 1888.
14.    Neuburger und Pagel, Handbuch der Geschichte der Medizin 3, 601. 1905.
15.    Nissl, Über die Entwicklung der Psychiatrie in den letzten 50 Jahren. Verhandlungen des naturhistorischen Vereins in Heidelberg. Neue Folge. 8, 510. 1904.
16.    Pagel, Einführung in die Geschichte der Medizin 504. 1808.
17.    Rieger, Über die Psychiatrie in Würzburg seit 300 Jahren. 1899.
Kürzere geschichtliche Darstellungen finden sich auch bei Heinroth (s. u. 33) und Vering (s. u. 60) sowie in den größeren Lehrbüchern bei Psychiatrie (v. Krafft - Ebing, Schüle, Kraepelin) und bei Pätz. Die Kolonisierung der Geisteskranken in Verbindung mit dem Offen-Tür-System. 1803.
Hauptsächliche Quellen:
18.     Amelung, Bemerkungen über die Einrichtung von Irrenanstalten und über die Behandlung der Irren. Henkes Zeitschr. f. d. Staatsarzneikunde 28, 38. 1834.
19.    Autenrieht, Versuche für die praktische Heilkunde aus den klinischen Anstalten von Tübingen 1, 199. 1807.
20.    Benke, Beiträge zu einer rein seelenwissenschaftlichen Bearbeitung der Seelenkrankheitskunde. 1824
21.    Bird, Pathologie und Therapie der psychischen Krankheiten. 1836.
22.    Blumröder, Über das Irresein. 1836.
23.    Damerow, Über die relative Verbindung der Irren- Heil- und -Pflegeanstalten. 1840.
24.    - Die Elemente der nächsten Zukunft der Medizin. 1829.
25.    Frank, Reise nach Paris, London und einem großen Teile des übrigen Englands und Schottlands. 1804.
26.    Griesinger, Die Pathologie der psychischen Krankheiten. 4. Auflage. 1876.
27.    - Gesammelte Abhandlungen 1. 1872.
28.    Grohmann, Physiologie des menschlichen Geistes nach allgemeinen Natur-Gesetzen. Nasses Zeitschr. f. psychische Ärzte 3, 2, 284; 3, 3, 449. 1820.
29.    Groß, Über das Wesen der Seelenstörungen. 1827.
30.    Haindorf, Versuch einer Pathologie und Therapie der Geistes- und Gemütskrankheiten. 1811.
31.    Hayner, Aufforderung an Regierungen, Obrigkeiten und Vorsteher der Irrenhäuser zur Abstellung einiger schwerer Gebrechen in der Behandlung der Irren. 1817.
32.    - Über einige mechanische Vorrichtungen, welche in Irrenanstalten mit Nutzen gebraucht werden können. Nasses Zeitschr. f. psychische Ärzte,1. 3, 339. 1818.
33.    Heinroth, Lehrbuch der Störungen des Seelenlebens. 1818.
34.    Höck, Historische Nachrichten und Bemerkungen über die merkwürdigsten Irrenanstalten. 1804.
35.    Hoffbauer, Psychologische Untersuchungen über den Wahnsinn. 1807.
36.    Horn, Beschreibung der in der Irrenanstalt des Königlichen Charitékrankenhauses zu Berlin gebräuchlichen Drehmaschinen, ihre Wirkung und Anwendung bei Geisteskranken. Nasses Zeitschr. f. psychische Ärzte, 1,2, 219.1818.
37.    - Öffentliche Rechenschaft über meine zwölfjährige Dienstführung als zweiter Arzt des Königlichen Charitékrankenhauses  zu Berlin nebst Erfahrungen über Krankenhäuser und Irrenanstalten. 1818.
38.    Jacobi, Sammlungen für die Heilkunde der Gemütskrankheiten. 1822 und 1825.
39.    - Beobachtungen über die Pathologie und Therapie der mit Irresein verbundenen Krankheiten. 1830.
40.    - Über die Anlegung und Einrichtungen von Irren-Heilanstalten mit ausführlicher Darstellung der Irren-Heilanstalt zu Siegburg. 1834.
41.    - Die Hauptformen der Seelenstörungen. 1844.
42.    Ideler, Der Wahnsinn in seiner psychologischen und sozialen Bedeutung. 1818.
43.    Kerner, Geschichten Besessener neuerer Zeit. 2. Auflage. 1835.
44.    Kieser, Elemente der Psychiatrik. 1855.
45.    Langermann, De methodo cognoscendi eurandique animi morbos stabilienda. Diss. Jena 1797.
46.    Leupoldt, Über wohlfeile Irrenanstalten. 1824.
47.    - Über Leben und Wirken und über psychiatrische Klinik in einer Irrenanstalt. 1825.
48.    Mahir, Über Irren-Heilanstalten. 1846.
49.    Müller, Die Irrenanstalt in dem Königlichen Julius-Holspitale zu Würzburg. 1824.
50.    Nasse, Über die Benennung und vorläufige Einteilung des psychischen Krankseins. Nasses Zeitschr. f. psychische Ärzte. 1, 1, 17. 1818.
51.    - Über das Bedürfnis, daß mit der Vorbereitung zu dem ärztlichen Berufe auch jedesmal die zu dem ärztlichen Geschäft beim psychisch Kranken verbunden sei, und über die günstigste Gelegenheit zu dieser Vorbereitung. Nasses Zeitsch. f. psychische Ärzte, 2, 3, 325. 1819.
52.    Neumann, Die Krankheiten des Vorstellungsvermögens. 1822.
53.    v. Nostiz und Jänckendorf, Beschreibung der Königl. Sächsichen Heil und Verpflegungsanstalt Sonnenstein. 1820.
54.    Oegg, Behandlung der Irren in dem K. Julius-Hospital zu Würzburg. 1820.
55.    Reil, Rhapsodien über die Anwendung der psychischen Kurmethode auf Geisteszerrüttungen. 1803.
56.    Roller, Die Irrenanstalt in allen ihren Beziehungen. 1831.
57.    Ruer, Nachrichten über die Irrenanstalt zu Marsberg im Herzogtum Westfalen, nebst Bemerkungen über die Behandlung der Irren. Nasses Zeitschr. f. psychische Ärzte, 2, 1, 72. 1819.
58.    Sandtmann, Nonnula de quibusdam remediis ad animi morbos curandos summo cum fructu adhibendos. Diss. Berlin. 1817.
59.    Schneider, Entwurf zu einer Heilmittellehre gegen psychische Krankheiten. 1824.
60.    Vering. Psychische Heilkunde. 1817.
61.    Amard, Traité analytique de la folie et des moyens de la guérir. 1807.
62.    Daquin, La philosophie de la folie. 1791.
63.    Esquirol, Die Geisteskrankheiten in Beziehung zur Medizin und Staatsarzneikunde. Deutsch von Berhard. 1838.
64.    Foderé, Traité du délire. 1817.
65.    Georget, De la folie. Deutsch von Heinroth. 1821.
66.    Guislain, Abhandlung über die Phrenopathien. Deutsch von Wunderlich. 1838.
67.    - Klinische Vorträge über Geisteskrankheiten. Deutsch von Lähr. 1854.
68.    Leuret, Fragments sur la folic. 1834.
69.    Pinel, Philosophisch-medizinische Abhandlung über Geistesverirrungen oder Manie. Deutsch von Wagner. 1801.
70.    - Traité médico-philosophique sur Paliénation mentale. 1809.
71.    Arnold, Observations on the nature, kinds, causes and prevention of insanity, lunacy or madness. Deutsch von Ackermann. 1784-1788.
72.    Conolly, Die Behandlung der Irren ohne mechanischen Zwang. Deutsch von Brosius. 1860.
73.    Cox, Praktische Bemerkungen über Geisteszerrüttung. Nebst einem Anhange über die Organisation der Versorgungsanstalten für unheilbare Irre, von Professor Reil. 1811.
74.    Crichton, An inquiry into the nature and origine of mental derangement. 1798.
75.    Harper, A treatise on the real cause and cure of insanity. 1780.
76.    Haslam, Über die psychische Behandlung der Wahnsinnigen. Deutsch von Wagner. Mit Anmerkungen von Horn. Nasses Zeitschr. f. psychische Ärzte, 2, 1, 105. 1819.
77.    Knight, Beobachtungen über die Ursachen, Symptome und Behandlung des Irreseins. Deutsch von Engelken. 1829.
78.    Reports of the Comittee on Madhouses, 1-3. 1815-1816.
79.    Rush, Medizinische Untersuchungen und Beobachtungen über die Seelenkrankheiten. Deutsch von König. 1825.
80.    Spurzheim, Obervations on the deranged manifestations of the mind or insanity. Deutsch von Emden. 1818.
81.    Willis, Über Geisteszerrüttung. Deutsch mit Zusätzen und kritischen Bemerkungen von Amelung. 1826.
82.    Chiarugi, Abhandlung über den Wahnsinn überhaupt und insbesondere,nebst einer Zenturie von Beobachtungen. 1795.